Titel: Ueber die Anwendbarkeit der Anilinfarben für die Oelmalerei; von A. Fleischer in Neisse.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1865, Band 175/Miszelle 7 (S. 324)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj175/mi175mi04_7

Ueber die Anwendbarkeit der Anilinfarben für die Oelmalerei; von A. Fleischer in Neisse.

Im 1. Novemberheft 1864 (Bd. CLXXIV S. 245) dieses Journals ist ein Verfahren von Prof. V. Kletzinsky mitgetheilt, um die Anilinfarben für die Oelmalerei zu fixiren. Hierzu bemerke ich Folgendes:

Wird eine concentrirte alkoholische Lösung von Fuchsin mit Dammarlack und Zinkweiß zusammengerieben, so erhält man eine rothe Körperfarbe, welche sich zum Druck auf Gewebe sehr gut eignet, und dem Licht ausgesetzt auch sehr lange die rothe Farbe in derselben Intensität behält. Wird aber statt Dammarlack eine Mischung von diesem mit Oelfirniß, oder bloß Oelfirniß angewendet, so verlieren mit solcher Farbe bedruckte Gewebe schon beim bloßen Hängen im dunkeln Zimmer an Intensität der Farbe und werden dem Licht ausgesetzt sehr rasch fast ganz weiß, auch dann wenn der Firniß bei der Exposition schon getrocknet war. Selbst im verschlossenen Gefäß verschwindet bei längerem Stehen der Masse allmählich die Farbe. Es dürfte also nicht die geringe Lichtbeständigkeit des Fuchsins, sondern die rasche Zersetzung desselben bei Gegenwart von Firniß eine Verwendung in der Oelmalerei verhindern.

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