Titel: Ueber Erkennung einer Asche als von Papiergeld herrührend; von C. Lesimple in Cöln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1865, Band 175/Miszelle 8 (S. 407–408)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj175/mi175mi05_8

Ueber Erkennung einer Asche als von Papiergeld herrührend; von C. Lesimple in Cöln.

Vor einiger Zeit wurde mir von einer hiesigen Behörde eine Asche, anscheinend von verkohltem Papier herrührend, vorgezeigt und dabei die Frage gestellt, ob es sich wohl entscheiden ließe, daß die verkohlten Reste von Papiergeld, resp. Banknoten, herrührten. Wollte man, wie es nahe lag, die Bestandtheile der Asche des fraglichen Papiers mit derjenigen von wirklichen Banknoten einer Vergleichung unterziehen, so würde man bei einer Verschiedenheit damit mit einiger Wahrscheinlichkeit auf ein negatives Resultat schließen, d.h. annehmen können, daß das verbrannte Papier kein Banknotenpapier gewesen sey, aber nicht bei übereinstimmender Zusammensetzung das Gegentheil annehmen dürfen. Es gelingt indessen auch in einem positiven Falle auf eine sehr einfache und sichere Weise der gestellten Aufgabe Rechnung zu tragen, wenn nämlich, wie im vorliegenden Falle, die verkohlte Asche noch einigermaßen zusammenhängend ist. Glüht man dann einige Stückchen in einem Platintiegel bis zum Weißbrennen, so wird man beim nachherigen Beobachten unter der Loupe oder schon mit bloßem Auge den Druck und Unterdruck deutlich auf dessen Herkunft entziffern können. |408| Man darf jedoch hierzu keinen Porzellantiegel nehmen, da in demselben auch der Druck verbrannt wird. Man kann sich natürlich sehr schnell von diesem kleinen Versuche mit jedem beliebigen Stück bedruckten oder beschriebenen Papiers überzeugen.

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