Titel: Ueber das Magnesiumlicht, von Roscoe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1865, Band 175/Miszelle 5 (S. 480)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj175/mi175mi06_5

Ueber das Magnesiumlicht, von Roscoe.

Das Spectrum des brennenden Magnesiumlichtes ist äußerst reich an violetten und ultra-violetten Strahlen, theils durch den weißglühenden Dampf des Magnesiums, theils durch die stark erhitzte Magnesia, welche sich durch die Verbrennung bildet. Schon im Jahre 1859 wurde die chemische Kraft dieses Lichtes mit der der Sonne verglichen und zu photographischen Zwecken empfohlen. Die Leuchtkraft der Sonne ist 524 Mal größer als die des Magnesiums, aber an chemischer Kraft übertrifft sie dieses nur um fünfmal. Ein brennender Magnesiumdraht von 0,297 Millimeter Dicke gibt so viel Licht wie 74 Stearinkerzen, deren fünf auf das Pfund gehen. Wenn dieß Licht eine Minute dauert, werden 0,987 Meter Draht im Gewichte von 0,120 Grm. verbrannt. Um ein Licht zu erzeugen, welches dem von 74 Stearinkerzen gleich kommt, die 10 Stunden brennen (wobei 20 Pfd. Stearin verzehrt werden), sind 72,2 Grm. (circa 4 1/2 Loth) Magnesium erforderlich. Man erhält den Magnesiumdraht dadurch, daß man das Metall aus einer heißen Stahlpresse drückt, die am Boden eine feine Oeffnung hat; den Draht kann man auf Spindeln rollen, welche sich durch ein Uhrwerk bewegen und ihn durch eine Oeffnung in eine Gas- oder Spiritusflamme langsam hinein schieben. (Photographisches Archiv, 1864 S. 502.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: