Titel: Feuerpapier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1865, Band 175/Miszelle 7 (S. 481)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj175/mi175mi06_7

Feuerpapier.

In der Londoner chemischen Gesellschaft zeigte Prof. Hofmann Feuerwerkspapier aus Japan vor, das anfänglich mit kleiner, kaum leuchtender Flamme brannte, während sich bei fortschreitender Verbrennung eine rothglühende Kugel von einer salzigen Masse anhäufte. Nachdem das Papier etwa zur Hälfte verbrannt war, fieng die glühende Kugel an glänzende Funken auszusenden; das Phänomen erschien ganz ähnlich wie das beim Verbrennen einer stählernen Feder in Sauerstoff, nur viel zarter, indem die einzelnen Funken in prächtigen dendritischen Verzweigungen ausstrahlten. Bei der Untersuchung des Papiers, sagt Prof. Hofmann, habe er zunächst nach einem fein zertheilten Metall in der Mischung gesucht, die aber nur aus 17,32 Proc. Kohlenstoff, 29,14 Proc. Schwefel und 53,64 Proc. Salpeter bestehe; jede Lunte enthalte circa 40 Milligrm. von der Mischung in feines Papier eingewickelt; ein Gemisch von 1 Th. gepulverter Holzkohle, 1 1/2 Th. Schwefel und 3 1/4 Th. Salpeter zeigte die Erscheinung sogar noch auffallender. Die Wahl des Papiers ist nicht ohne Einfluß, am besten eignet sich ächtes japanisches. (Durch die deutsche Industriezeitung.)

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