Titel: Bultinck, über Ersetzung des Zinks in der Volta'schen Kette durch Magnesium.
Autor: Bultinck,
Fundstelle: 1865, Band 178, Nr. C. (S. 360–361)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj178/ar178100

C. Ueber die Ersetzung des Zinkes in der Volta'schen Kette durch Magnesium; von Bultinck in Ostende.

Aus den Comptes rendus, t. LXI p. 585; October 1865.

Der Verfasser theilt einige Versuche mit, welche ihm ergaben, daß das Magnesium, das bekanntlich viel leichter oxydirbar ist, als die Metalle, welche bisher zu Elektromotoren verwendet wurden, mit Vortheil das Zink in der Volta'schen Kette ersetzen könnte, und berichtet hierüber beiläufig wie folgt:

„Indem ich einerseits zwei Drähte aus Kupfer und Zink zu einer Kette vereinigte und dieselben in destillirtes Wasser eintauchte, erfolgte ein Ausschlag der Nadel des in die Kette eingeschalteten Galvanometers von 30 Grad, während nach fünf Minuten die Nadel bis auf 10 Grad Ablenkung zurückging; indem nun andererseits ein Magnesiumdraht mit einem Silberdrahte, beide von derselben Länge und Dicke wie jene, statt des Kupferzink-Elementes benutzt wurde, zeigte dasselbe Galvanometer einen Ausschlag von 90 Grad, und die Nadel gab nach fünf Minuten eine Ablenkung von 28 Grad.

In Ermangelung des hierzu nothwendigen Materiales wurde anstatt einer Volta'schen Batterie von der gewöhnlichen Construction, aus Magnesium- und Silberdraht eine der Pulvermacher'schen Kette98) ähnliche construirt, und zwar so, daß die beiden Drähte von je 35 Millimeter Länge durch einen Kautschukstreifen in jedem der Elemente von einander getrennt waren und ihre Enden auf einer Seite so weit dabei |361| hervorragten, daß die Verbindung der einzelnen Elemente unter sich leicht hergestellt werden und zwischen die freien Polendell die Rheoskope u.s.w. eingeschaltet werden konnten. Nachdem auf solche Weise eine Kette aus 20 Elementen hergestellt worden war, wurde dieselbe in reines Regenwasser ohne Hinzufügung eines Salzes oder einer Säure eingesetzt; ich erhielt nun ganz dieselben physikalischen, chemischen und physiologischen Wirkungen, wie sie die Pulvermacher'sche Kette liefert, während diese, um dieselben Wirkungen hervorzubringen, entweder eine Salzlösung oder angesäuertes Wasser als Anregungsflüssigkeit erfordert, bei meiner Kette aber nur reines Wasser benutzt worden war.“

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Beschrieben im polytechn. Journal Bd. CXXII S. 29.

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