Titel: Neues Verfahren zur Reinigung des Leuchtgases von Schwefelkohlenstoff.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1865, Band 178/Miszelle 7 (S. 165–166)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj178/mi178mi02_7

Neues Verfahren zur Reinigung des Leuchtgases von Schwefelkohlenstoff.

Die englischen Gasingenieure beschäftigen sich bekanntlich seit Jahren lebhaft mit der Frage, wie man das Leuchtgas von den geringen Mengen Schwefelkohlenstoff, die es enthält, befreien könne. Der Vorschlag von Bowditch (polytechn. Journal Bd. CLXI S. 316), als Reinigungsmaterial Thon und heißen Kalk anzuwenden, hat zu keinem Resultate geführt; der Vorschlag von L. Thompson (polytechn. Journal |166| Bd. CLXXV S. 480), das Gas mit Wasserdampf gemischt durch eine rothglühende Röhre zu leiten, scheint auch keinen Anklang zu finden.

Das einzige Mittel, welches versuchsweise zu ausgedehnter Anwendung gelangt, ist das Waschen des Gases mit großen Mengen Ammoniakwasser.

Professor Anderson in Birmingham weist in einem, im Journal of Gas Lighting veröffentlichten Aufsatz den Einfluß nach, den die Schwefelverbindungen des Ammoniaks auf den Schwefelkohlenstoff, sowie auf die Schwefelwasserstoffverbindungen im Steinkohlengase ausüben; er reinigte versuchsweise ein Gas, welches in 100 Kubikfuß 12,4 Grains Schwefel enthielt, mittelst dreimaligen Durchleitens durch Schwefelammonium, und reducirte den Schwefelgehalt dadurch auf 3,83 Grains.

Das Ammoniakwasser wird in ungeheuren Quantitäten mit dem Gase, wie es aus der Hydraulik kommt, zusammengebracht, und nach den Mittheilungen in der zweiten Jahresversammlung des brittischen Gasfachmänner-Vereins zu Birmingham verspricht man sich von den sogenannten Douche-Scrubbers einen vollständigen Erfolg. (Journal für Gasbeleuchtung, September 1865, S. 285.)

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