Titel: Verfahren zur Prüfung des Zinnes auf einen Bleigehalt, von J. Jeannel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1865, Band 178/Miszelle 4 (S. 242–243)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj178/mi178mi03_4
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Verfahren zur Prüfung des Zinnes auf einen Bleigehalt, von J. Jeannel.

Eine französische Ministerialverordnung vom 11. Juni 1864 schreibt für die Militärspitäler das Verzinnen mit reinem Zinn vor, sowie eine chemische Untersuchung des Metalles auf seine Reinheit bei jedem neuen Verzinnen der Geräthe, um eine Bleilegirung bei denselben zu vermeiden.

Da diese Vorschrift reines Zinn verlangt, so muß jede Verzinnung verworfen werden, in welcher sich ein Bleigehalt nachweisen läßt, ohne daß man denselben quantitativ zu bestimmen braucht.

Hr. Jeannel schlägt folgendes sehr einfache Verfahren vor, um die Gegenwart oder Abwesenheit des Bleies im Zinne nachzuweisen: Man behandelt 5 Decigramme des zu Spänen zertheilten Metalles mit einem Ueberschuß von Salpetersäure, welche mit einem Drittel ihres Gewichtes Wasser verdünnt ist, und läßt bis zur vollständigen Auflösung kochen; man gibt dann in die filtrirte Flüssigkeit einen Krystall von Jodkalium, wornach sich, wenn sie nur 1/10,000 Blei enthält, ein sehr deutlicher gelber Niederschlag bilden wird, welcher durch einen Ueberschuß von Ammoniak nicht verschwindet. (Comptes rendus, t. LXI p. 479; September 1865.)

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