Titel: Wasserglasseife.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1865, Band 178/Miszelle 14 (S. 416)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj178/mi178mi05_14

Wasserglasseife.

Da die Wasserglasseife immerhin noch ein gesuchter und beliebter Handelsartikel ist, die Bereitung derselben jedoch, selbst für den Sachverständigen, mit vielen Schwierigkeiten verbunden ist, so theilt Prof. Dr. Artus in seiner Vierteljahrsschrift ein ganz einfaches Verfahren mit, wodurch stets ein gutes Resultat erzielt wird. Man bereite sich zu dem Ende auf die bekannte Weise eine gute Natronseife. Nachdem der Proceß beendigt ist, d.h. wenn nach dem Zusatze des Kochsalzes die fertige Seife sich auf der Lauge abgeschieden hat, wird die Lauge abgelassen und der noch heißen Seife 30 bis 40 Proc. Natronwasserglaslösung von 35° Baume unter gehörigem Durcharbeiten der Masse zugesetzt, worauf sie in durchlöcherte Kästen gebracht, nach einiger Zeit dann in Riegel zerschnitten und der Luft zum Trocknen ausgesetzt wird. Diese Seife eignet sich zu allen den Zwecken, zu denen man die gewöhnliche Seife anzuwenden pflegt, und ist besonders zum Waschen von Seiden- und Wollenwaaren zu empfehlen, denen sie zugleich einen besonders angenehmen Glanz verleiht; auch beeinträchtigt sie farbige Zeuge weniger.

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