Titel: Imprägnirung von Holz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1865, Band 178/Miszelle 15 (S. 416)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj178/mi178mi05_15

Imprägnirung von Holz.

Auf der Cölner Ausstellung hatten 20 Eisenbahnen imprägnirte Schwellen von Eichen-, Kiefern-, Tannen-, Buchen- und Pappelholz ausgestellt, zu deren Imprägnirung, nach der „Zeitschrift des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen“ Kreosot, Zinkchlorid, Kupfervitriol, Schwefelbaryum, Quecksilbersublimat, Kochsalz und Wasserglas verwendet worden waren. Kreosot war von 6 Bahnen verwendet; die ältesten damit imprägnirten Hölzer waren (Cöln-Minden) seit 1839 bis jetzt in Gebrauch; die Kosten sind nicht überall und theils per Kubikfuß, theils per Schwelle angegeben; sie betrugen (Aachen-Düsseldorf-Ruhrort) 3 1/4 Sgr. per Kubikfuß und 6 2/3–13,6 Sgr. per Schwelle. Zinkchlorid war von 4 Bahnen verwendet, die ältesten Schwellen waren seit 1849 bis jetzt im Gebrauch, die Kosten betrugen 2,4–7,9 Sgr. per Schwelle. Kupfervitriol war von 7 Bahnen und zwar fast durchgängig nach dem bekannten Boucherie'schen Verfahren angewendet; die ältesten Schwellen waren seit 1839 im Gebrauch; die Kosten betrugen 0,7–5 Sgr. per Kubikfuß und 5–10 Sgr. per Schwelle. Schwefelbaryum verwendet die Aachen-Düsseldorf-Ruhrorter Bahn, die Eichen- und Tannenschwellen seit 1852 bis jetzt im Gebrauch hat und die Kosten zu 5 Sgr. per Kubikfuß berechnet. Quecksilbersublimat verwenden die Main-Neckarbahn (Kiefernschwellen seit 1839 im Gebrauch kosten 8,1 Sgr. per Schwelle). Die großh. badische Bahn (Kiefernschwellen seit 1839 im Gebrauch, kosten 94 Sgr. per Kubikmeter) und Katz und Plumppe in Gernsbach bei Baden für die königl. württemberg., die pfälz.-Ludw.- und die Main-Weser-Bahn (kosten 2,6 Sgr. per Kub. F., 6,9 Sgr. per Schwelle). Kochsalz verwendet die Magdeburg-Cöthen-Leipziger Bahn, welche das Abfallsalz in Staßfurt benutzt. Dieselbe Bahn hat einige Schwellen mit Wasserglas imprägnirt, die aber bald als unbrauchbar entfernt werden mußten. Die Verschiedenheit der Preise erklärt sich dadurch, daß die weicheren, poröseren Holzarten mehr Masse aufsaugen als die härteren, festen, daher die Kosten für erstere stets höher sind, wogegen der niedrigere Preis des Holzes in Anschlag zu bringen ist, sowie durch die verschiedenen Methoden.

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