Titel: Eine neue Kühlconstruction bei Mühlsteinen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1865, Band 178/Miszelle 3 (S. 410–411)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj178/mi178mi05_3

Eine neue Kühlconstruction bei Mühlsteinen.

Jedem, welcher den Vermahlungsproceß von Körnerfrüchten kennt, ist es bereits vorgekommen, daß das Mahlgut während des Vermahlens einen bedeutenden Wärmegrad erreicht, welcher desto größer wird, je größer die Umdrehungsgeschwindigkeit des Läufers ist und je näher die Steine gestellt sind. Das Mahlgut selbst erhitzt sich nicht, wohl aber die Mühlsteine an den beiden Mahlflächen; hierdurch wird ersterem die durch Friction erzeugte Wärme mitgetheilt. Diesem Uebelstande, dem Heißwerden der Mühlsteine, wodurch das Mahlgut verdorben wird, abzuhelfen, wurden mehr oder weniger combinirte Vorrichtungen und Apparate am Läufer oder Oberstein angebracht, welche jedoch zumeist dem beabsichtigten Zwecke nur unvollkommen entsprachen. Die einfachste und bisher am besten bewährte Ventilation ist jene, welche der Mühlsteinfabrikant Hr. Ofer in Krems an den von ihm fabricirten Läufern anbringt; sie besteht darin, daß |411| zur Erzeugung bewegter Luft an der Mahlbahn des Läufers durch Herausnehmen der Brust des Mittelstückes vier Erhöhungen, sogenannte Windflügel in Form eines Kreuzes, stehen bleiben. Bei Drehung des Läufers blasen diese Windflügel die durch das Einlaufsloch einströmende Luft durch die Luftfurchen zwischen die Mahlbahn und kühlen so durch beständigen Luftzug das Mahlgut ab. (Wochenschrift des nieder-österreichischen Gewerbevereins, 1865, Nr. 41.)

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