Titel: Ueber eine sonderbare magnetische Erscheinung; von J. Plateau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1865, Band 178/Miszelle 5 (S. 411)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj178/mi178mi05_5

Ueber eine sonderbare magnetische Erscheinung; von J. Plateau.

Nach einem bekannten Volksglauben soll der Sarg Mahomet's durch die Wirkung starker Magnete in der Luft schwebend gehalten werden. Ich habe mich gefragt, ob die Sache, wenigstens im Princip, absolut unmöglich wäre, ob man durch zweckmäßig aufgestellte Magnetstäbe eine Magnetnadel ohne Stütze und im stabilen Gleichgewicht in der Luft schweben lassen könne. Ich unterwarf diese Aufgabe der Berechnung, und ungeachtet der Schwierigkeit, welche sich darzubieten schien, ist es mir gelungen, sie vollständig zu lösen, aber leider gänzlich negativ. Ich fand nämlich, daß es vollkommen unmöglich ist, jenes stabile Gleichgewicht zu erhalten, wie auch immer die Anzahl und die Vertheilung der Stäbe beschaffen seyn mögen. Ich untersuchte dann, woraus diese Unmöglichkeit entspringe, und fand, daß sie in den Gesetzen der magnetischen Wirkungen begründet ist, daß man ohne Mühe das gewünschte stabile Gleichgewicht verwirklichen würde, wenn diese Wirkungen einer anderen als der zweiten Potenz der Entfernung umgekehrt proportional wären, (Comptes rendus. t. LIX p. 884.)

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