Titel: Die sogenannte Pharao-Schlange.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1865, Band 178/Miszelle 8 (S. 469)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj178/mi178mi06_8

Die sogenannte Pharao-Schlange.

Bezüglich des unter diesem Namen jetzt im Handel vorkommenden, aus Schwefelcyanquecksilber (Rhodanquecksilber) bestehenden Spielzeugs (welches S. 325 in diesem Bande des polytechn. Journals besprochen winde) erwähnte Professor Böttger in der am 4. November stattgefundenen Sitzung des „physikalischen Vereins“ zu Frankfurt a. M. einer neuen Entstehungsweise von Rhodanquecksilber und Mellon. Mische man auf's Innigste zu Staub zerriebenes Cyanquecksilber mit einer entsprechenden Menge von Schwefelblume, so lasse sich dieses Gemisch (ähnlich dem reinen Rhodanquecksilber) entzünden und brenne dann mit Hinterlassung einer schlangenähnlichen, aus Mellon und schwarzem Schwefelquecksilber bestehenden Masse ab.

In einer Sitzung der „pharmaceutischen Gesellschaft für Großbritinnien“ in Edinburgh wurde sehr vor den jetzt so beliebten Pharao-Schlangen gewarnt, als welche mit den Schlangen auch die Giftigkeit gemein haben; namentlich möge man Kinder vor diesem tödtlichen Spielzeug bewahren.

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