Titel: Verfahren, Blutalbumin in farblosem Zustande herzustellen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 179/Miszelle 11 (S. 166)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj179/mi179mi02_11

Verfahren, Blutalbumin in farblosem Zustande herzustellen.

In der Mai-Versammlung (1865) des Vereins für Gewerbfleiß in Preußen berichtete Hr. Commerzienrath Dr. Kunheim in Beantwortung der Anfrage nach einer sochen Methode, daß das Verfahren nur im Allgemeinen angegeben werden könne, indem die einzelnen Handgriffe zur größeren Vervollkommnung eines Präparates den Bestrebungen jedes einzelnen Fabrikanten überlassen werden müßten. Das Verfahren ist folgendes:

Möglichst frisches Blut wird in ein eisernes, mit hölzernem Deckel verschlossenes Gefäß gelassen und durch ein Rührwerk bis zur vollständigen Trennung des Blutkuchens vom Serum geschlagen; demnächst wird aus der in eine Centrifuge gebrachten Masse die das Albumin enthaltende Flüssigkeit ausgeschleudert und letztere in Vacuumpfannen bei höchstens 48° R. abgedampft, so lange, bis eine herausgenommene Probe bei gewöhnlicher Temperatur erstarrt. Die Flüssigkeit läßt man sodann auf dünne und flache Blechpfannen fließen, die einem trocknenden Luftstrome von 28° R. in einem Trockenraume bis zum Erstarren ausgesetzt werden. Das getrocknete Albumin ist durchscheinend, hornartig und je nach der Sauberkeit der Arbeit mehr oder weniger hell gefärbt. (Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbfleißes in Preußen, 1865 S. 89.)

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