Titel: Petroleum-Gewinnung in Amerika.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 181/Miszelle 6 (S. 238–239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj181/mi181mi03_6

Petroleum-Gewinnung in Amerika.

Zuverlässiger Mittheilung verdankt das „Bremer Handelsblatt“ die nachstehenden Angaben über den außerordentlichen, in stetigem, raschem Wachsen begriffenen Umfang der Förderung von Petroleum in Nordamerika. An rohem Petroleum wurde in den nachstehenden Jahren gewonnen:

Barrel Barrel
1861 in
Pennsylvanien
West-Virginien und Ohio
600,000
100,000
700,000
1862
Pennsylvanien
West-Virginien und Ohio,
wo in diesem Jahre die
Förderung durch den Krieg fast
ganz unterbrochen war
1,300,000



50,000



1,350,000
1863
Pennsylvanien
Westvirginien und Ohio
1,550,000
50,000
1,600,000
1864
Pennsylvanien
West-Virginien und Ohio
1,600,000
80,000
1,680,000
1865
Pennsylvanien
West-Virginien und Ohio
2,100,000
100,000
2,200,000
1866 „ Pennsylvanien
1. Januar bis 30. April in West-
Virginien, Ohio und Kentucky
980,000

120,000
1,100,000

Zu bemerken ist dabei, daß die Angaben für die drei ersten Jahre auf Schätzung beruhen, denen der folgenden Jahre aber sichere statistische Tabellen zu Grunde liegen. Die regelmäßige Förderung beläuft sich jetzt per Tag (mit Ausnahme der Sonntage) in Pennsylvanien auf 8000 Barrel, in West-Virginien, Ohio und Kentucky auf 1200 Barrel, was eine tägliche Durchschnittsproduction von 9200 Barrel ergibt. Davon sind etwa 500 Barrel auf schweres (lubricating) Oel in West-Virginien und Ohio zu rechnen. Man verspricht sich eine bedeutende Zunahme dieser Fördermenge von der |239| kürzlich abgeschafften Internat Revenue Tax von 1 Doll. per Barrel rohen Petroleums, welche in Verbindung mit den niedrigen Preisen des Petroleums mehrere Besitzer von Quellen zur Einstellung der Arbeit veranlaßt hatte. Der Berichterstatter bemerkt zugleich, daß allerdings einige früher für besonders ergiebig gehaltene Quellen viel von ihrer Ergiebigkeit verloren hätten, dieselben jedoch durch neu entdeckte Quellen schon ersetzt seyen, und unter den gegenwärtigen günstigeren Verhältnissen das Aufsuchen neuer Quellen noch zunehmen werde.

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