Titel: Ueber den Congo-Copal.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 181/Miszelle 9 (S. 334)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj181/mi181mi04_9

Ueber den Congo-Copal.

In einer Versammlung des Nürnberger Gewerbevereins sprach Hr. Puscher über eine neue, zu Lacken sich trefflich eignende Copalsorte, den Congo-Copal. Dieser Copal ist sehr hart und vollständig wasserhell. Nach den von Hrn. Puscher gemachten eingehenden Versuchen löst sich dieser Copal leicht und im kalten Zustande in absolutem Alkohol, Aether, Terpenthinöl, und mit einem geringen Rückstande auch in gewöhnlichem Spiritus. 1 Theil Copal, mit 1 Theil Leinöl und 2 Theilen Terpenthin versetzt, gibt einen vollkommen hellen, fetten Copallack. Die Eigenschaft des Congo-Copals, schon bei 85–90º C. zu schmelzen, macht ihn auch zu allerhand Gußsachen, namentlich auch zur Nachahmung von Bernstein, sehr geeignet. Der Congo-Copal ist dem viel theureren Sandarak, welcher immer nur gelbliche Lacke gibt, sowie dem Dammarharz, welches viel weniger und nicht in allen Verhältnissen löslich ist, bei weitem vorzuziehen. Der Preis des Congo-Copals stellt sich nur auf 24 kr. per Pfd. (Bericht des Nürnberger Gewerbevereins vom 7. November 1865.)

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