Titel: Verfahren zum Bleichen von Palmöl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 181/Miszelle 13 (S. 414)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj181/mi181mi05_13

Verfahren zum Bleichen von Palmöl.

Die chemische Bleiche von Palmöl mittelst doppelt-chromsaurem Kali und Salzsäure führt A. Engelhardt in Leipzig auf folgende Weise aus: Eine beliebige Menge des zu bleichenden Palmöls wird in einem Kessel auf circa 50° R. erwärmt, über Nacht ruhig stehen gelassen, den folgenden Tag in ein reines Faß gebracht und bis 33 oder 30° R. abkühlen gelassen. Zu gleicher Zeit erhitzt man in einem kleineren Kessel eine Portion Wasser zum Sieden, auf 2000 Pfund zu bleichendes Oel z.B. 90 Pfd. Wasser, löst darin 30 Pfd. doppelt-chromsaures Kali und gießt, nachdem sich die Lösung etwas abgekühlt hat, 120 Pfd. Salzsäure dazu. Diese Mischung läßt man dann zu dem Palmöle fließen, welches unterdessen lebhaft umgerührt wird. Schon nach 5 Minuten hat das Oel durch das in Folge der reducirenden Wirkung der Salzsäure auf das Chromsalz entstandene Chromoxyd eine dunkelgrüne Farbe angenommen; bei fortgesetztem Rühren scheidet sich das Chromoxyd vollständiger aus, das Oel wird immer heller und endlich klar, so daß man es nur noch gut mit heißem Wasser zu waschen braucht, um es vollkommen weiß zu erhalten; sollte es ja nicht genug gebleicht seyn, so wiederholt man die Operation mit 1/2 Pfd. rothem Chromsalz und 2 Pfd. Salzsäure. Die Methode läßt sich sehr rasch und gefahrlos ausführen und liefert ein gutes Resultat. – Andere Mischungen, welche Chlorgas entwickeln, z.B. Braunstein und Salzsäure (vorgeschlagen von Rougier in Marseille), oder Chlorkalk, geben kein so günstiges Resultat wie die Mischung von Chromsalz und Salzsäure. (Leipziger Blätter für Gewerbe, Technik etc.)

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