Titel: Ueber einige Modificationen des Schwefels; von Zaliwsky-Mikorski.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 181/Miszelle 8 (S. 412–413)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj181/mi181mi05_8

Ueber einige Modificationen des Schwefels; von Zaliwsky-Mikorski.

Um einen billigen Kitt zu einem galvanischen Trogapparate darzustellen, kam ich auf den Gedanken, Schwefel mit Harzen zu verbinden, wie man den Schwefel in Verbindung mit Kautschuk benutzt. Bei meinen Versuchen fand ich, daß durch Mischen von flüssigem Schwefel mit sehr geringen Mengen von gewissen fremden Körpern ein dem des Hartkautschuks ähnlicher Molecularzustand hergestellt wird. So ertheilt z.B. der Zusatz einer sehr geringen Menge von Jod und Brom dem Schwefel einen gewissen Grad von Geschmeidigkeit. Ein ähnliches Resultat erhielt ich auf einfachere Weise durch Zusatz einer geringen Menge Theer. Derartige Verbindungen widerstehen den meisten chemischen Agentien. – Andererseits wurde ich durch den ursprünglichen Gedanken, Schwefel mit organischen Substanzen zu verbinden, auf ein Verfahren gebracht, welches ein Product liefert, das zu dem vulcanisirten Kautschuk in einem ähnlichen Verhältnisse stehen dürfte, wie die Ruolz'schen Legirungen zum Silber. Ich löste nämlich Kautschuk in Schwefelkohlenstoff, welcher vorher mit Schwefel gesättigt |413| worden war, und erhielt dadurch eine klebrige Substanz, welche, wenn sie mittelst eines Pinsels z.B. auf Holz aufgestrichen wird, dasselbe mit einem von concentrirter Schwefelsäure nicht angreifbaren Häutchen bedeckt. (Comptes rendus, t. LXII p. 1098; Mai 1866.)

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