Titel: Lesimple's Verfahren, in verkohlten Resten von Papiergeld nachzuweisen, daß solche wirklich von Papiergeld herrühren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 182/Miszelle 15 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj182/mi182mi01_14

Lesimple's Verfahren, in verkohlten Resten von Papiergeld nachzuweisen, daß solche wirklich von Papiergeld herrühren.

Dieses an sich sehr einfache, im polytechn. Journal Bd. CLXXV S. 407 mitgetheilte Verfahren besteht darin, daß man die schwarze verkohlte Papiermasse (die indeß noch einigen Zusammenhang haben muß) in einem Platintiegel (nicht Porzellantiegel) bis zum Weißbrennen glüht und den weißen Aschenrückstand dann mit einer Loupe betrachtet. Man erkennt dabei den gewöhnlich aus unorganischen Pigmenten bestehenden Unterdruck solcher Papiere, und zwar in seinen feinsten Umrissen und Details sogleich wieder; es läßt sich sonach durch Vergleichung desselben mit einem noch unversehrten Papiere gleicher Art dessen Authenticität leicht constatiren.

Bei Anstellung eines Versuches der Art mit einem Frankfurter Lotterielose bewährte sich dieses Verfahren in auffallendster Weise, insbesondere auch noch in der Art, daß man die von der Lotteriedirection mit einer eigenthümlichen Tinte darauf geschriebenen Zahlen, nach erfolgter Einäscherung solchen Looses noch ganz deutlich auf der weißen Asche lesbar fand. Professor Dr. Böttger. (Jahresbericht des physikalischen Vereins zu Frankfurt a. M. für 1864–1865.)

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