Titel: Der Bauxit von Feistritz in der Wochein (Oberkrain).
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 182/Miszelle 11 (S. 173–174)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj182/mi182mi02_11

Der Bauxit von Feistritz in der Wochein (Oberkrain).

In der März-Versammlung l. Is. des Vereins für Gewerbfleiß in Preußen legte Hr. Bergassessor Dr. H. Wedding im Anschluß an seine frühere Mittheilung (polytechn. Journal Bd. CLXXX S. 325) ein ihm vom Entdecker, Hrn. Director Fleckner, zugegangenes Stück Bauxit aus dem bei Feistritz in der Wochein (Oberkrain) aufgefundenen, in Kalkstein aufsetzenden Lager vor. Das Mineral enthält nach Mittheilung der Reichsanstalt zu Wien:

Thonerde 64,29 Procent,
Eisenoxyd 2,40 „
Kieselsäure 6,29 „
Wasser 25,74 „
|174|
Kalkerde

0,35 Procent,
Magnesia 0,38 „
Schwefelsäure 0,20 „
Phosphorsäure 0,46 „

und Spuren von Manganoxyd, Kali, Natron und Lithion – und ist daher als ein echter Bauxit anzusehen; denn es ist, wie jeder Bauxit, eine Zwischenstufe zwischen reinem Eisenoxydhydrat und reinem Thonerdehydrat, und bildet auch zahlreiche Uebergänge durch einen eisenreicheren Bauxit in Brauneisenstein. Von den bisher in Frankreich und Irland entdeckten Bauxiten unterscheidet es sich wesentlich durch seine Structur, die dicht, nicht conglomeratartig ist, seine Farbe, die hell erbsengelb, beinahe weiß, nicht roth oder gelbroth ist. Wegen dieser abweichenden physikalischen Eigenschaften ist es vom Entdecker „Wocheinit“ genannt worden. (Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbfleißes in Preußen, 1866 S. 53.)

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