Titel: Alarmsignale bei Feuersgefahren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 182/Miszelle 3 (S. 169)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj182/mi182mi02_3

Alarmsignale bei Feuersgefahren.

Der große Brand in den Docks zu London hat Veranlassung gegeben, an die Einrichtung von Organen zu denken, welche in sicherer Weise das Eintreten einer Feuersgefahr ohne äußere Hülfsmittel anzukündigen vermögen. Es scheint nun, daß diese Aufgabe ihre vollständige Lösung gefunden hat. Hiernach hat man nämlich in jeder Abtheilung eines Magazines, sowie in jedem Zimmer der größeren Gebäude ein Thermometer anzubringen und dieses in eine Leitung einzuschalten, welche zu dem Telegraphen der nächsten Station der Feuerwehr führt. Unter gewöhnlichen Umständen geben diese Thermometer die Temperatur der Umgebung an, ohne daß dabei die Kette, in welche der Telegraph eingeschaltet ist, geschlossen wird; wenn aber in einem der betreffenden Räume eine ganz ungewöhnliche Temperaturerhöhung, wie etwa bei dem Beginne eines Brandes eintritt, so verlängert sich die Quecksilbersäule des Thermometers über die gewöhnlichen Grenzen hinaus und schließt jetzt die Kette: das Läutewerk einer jeden Station, die in den Telegraphen eingeschaltet ist, gibt daher jetzt die Feuersignale, und zwar weit früher als der Brand von den Feuerwächtern entdeckt werden kann. (Aus dem Athenäum durch Les Mondes, t. X p. 249; Februar 1866.)

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