Titel: Ein Mißbrauch des Telegraphen in Indien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 182/Miszelle 4 (S. 169)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj182/mi182mi02_4

Ein Mißbrauch des Telegraphen in Indien.

Folgendes entnimmt unsere Quelle (Engineer, Juli 1866, S. 8) der Geschichte des Telegraphen in Indien von Adley: Die Methode des Ablesens der Signale (am Morse'schen Apparate) mittelst der Schläge des Ankers gegen den Elektromagneten, bietet in Indien zuweilen ein einträgliches Geschäft. Den dienstfreien Beamten etc. ist zwar der Zutritt zum Telegraphenbureau nicht gestattet; hingegen dürfen sie sich in anderen benachbarten Räumen, wie auch die Actionäre, aufhalten. Kommt eine Depesche an, so kann diese in den angrenzenden Sälen von Sachverständigen deutlich aus den Ankerschlägen vernommen werden, und es kommt dann nicht selten vor, daß die Depesche, durch fremde Boten versendet, weit schneller an die eingeborenen Kaufleute gelangt, als an den Adressaten selbst, wenn dieser ein Engländer ist. (Ein solcher Mißbrauch des Telegraphen läßt sich leicht beseitigen: man dämpfe die Ankerschläge, indem man die Berührungsflächen mit starkem Papier belegt, schalte aber dafür einen Wecker in die Kette ein, mittelst welchem sodann der gegenseitige Anruf gegeben werden kann. C. K.)

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