Titel: Eine Stahlbrücke in Schweden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 182/Miszelle 1 (S. 245)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj182/mi182mi03_1

Eine Stahlbrücke in Schweden.

Man schreibt aus Stockholm vom 28. Mai: Die neue Stahlbrücke über die Götha-Elf ist jetzt vollendet und wurde kürzlich einer Probe unterworfen mit einer Last von 1600 Centnern auf der Mitte der Spannung, welches einer gleichmäßig vertheilten Last von 3200 Ctrn. über die ganze Brücke vertheilt entspricht. Die Länge der Spannung beträgt 136 1/2 Fuß. Die Senkung in der Mitte betrug bei dieser Probe nicht mehr als 1 Zoll. Nachher wurde die Last nach der einen Hälfte der Brücke transportirt, während die andere Hälfte unbelastet blieb, wobei die Senkung in der Mitte um drei Linien abnahm, ohne daß eine Senkung des belasteten Theiles zu bemerken war; der unbelastete Theil hob sich um eine Linie, und diese Probe zeigte besser noch als die erste die Kraft der Construction in allen Theilen. Da eine Locomotive nebst Tender höchstens 600 Ctr. wiegen und eine Länge von circa 40 Fuß haben, so kann die Brücke 3 1/2 Locomotiven zu 2100 Ctr. fassen. Ein gewöhnlicher Zug, bestehend aus Locomotive und so vielen beladenen Wagen als auf der Brücke Raum haben, belastet dieselbe mit nicht mehr als ungefähr 1700 Ctr. oder der halben Probebelastung. Die Probe ist somit vortrefflich ausgefallen und Reisende können mit aller Sicherheit auf der Eisenbahn diese Brücke passiren.53) (Berggeist, 1866, Nr. 45.)

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Ueber Brücken, welche in Holland für den Straßenverkehr in Gußstahl ausgeführt worden sind, wurde im polytechn. Journal Bd. CLXXII S. 234 berichtet.

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