Titel: Härtung der Pflugschare durch Gußeisen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 182/Miszelle 2 (S. 245)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj182/mi182mi03_2

Härtung der Pflugschare durch Gußeisen.

Von einem Wirthschaftsinspector der Provinz Posen geht uns folgende Mittheilung über ein von ihm mit Erfolg angewendetes „Verfahren, die Pflugschare mit Gußeisen abzuhärten“ zu: Man nehme ein dünnes, schmales Stück Gußeisen, halte es horizontal in's Feuer und zwar genau in die meiste Hitze, lege dann unter dasselbe die betreffende Pflugschar, welche vollständig fertig nur von reinem Eisen geschmiedet worden ist, und lasse dann von dem Gußeisen, das in der weißen Flamme bald schmilzt, auf die Pflugschar auftröpfeln, namentlich auf die Stellen, welche beim Gebrauch am meisten von der Erde angegriffen werden. Die Pflugschar wird dann wie gewöhnlich im Wasser gehärtet. Diese Eisen werden so hart, daß sie nicht von der härtesten Feile angegriffen werden. Die unebenen Stellen, wo zu viel aufgetröpfelt ist, sind etwas eben zu schleifen. Bei der vorigen Herbstbestellung, die bei dem anhaltenden trockenen Wetter auf schwerem Boden sehr schwierig wurde, haben sich diese abgehärteten Pflugschare sehr bewährt und man hat bedeutende Unkosten an Pflugstahl erspart. Auf Stollen der Hufeisen habe ich dieses Verfahren ebenfalls angewendet, welche bedeutend länger scharf blieben, als von gewöhnlichem Stahle. Selbst die Pflugschare hielten bedeutend länger vor als die, welche verstählt wurden. Wir geben die Mittheilung mit dem Wunsche wieder, daß anderweitige Versuche die Nützlichkeit des Verfahrens bestätigen möchten. (Hamburger Gewerbeblatt.)

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