Titel: Oberst v. Hügel's Hinterladungsgewehr.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 182/Miszelle 1 (S. 344)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj182/mi182mi04_1

Oberst v. Hügel's Hinterladungsgewehr.

Der in Darmstadt erscheinenden Allgemeinen Militär-Zeitung vom 13 Oct. 1866 zufolge ist bei den Versuchen, welche das eidgenössische Militär-Departement, unter Präsidium des Obersten Wurstenberger, kürzlich mit Hinterladungsgewehren vornehmen ließ, und die derselben Zeitung vom 20. October entsprechend, auch bereits zur Wahl eines bestimmten Systemes dieser Waffengattung geführt haben, unter anderem auch ein vom württembergischen Obersten Hermann v. Hügel neuconstruirtes Hinterladungsgewehr zur Prüfung gekommen, das dort in der Form eines nach Hügel's System abgeänderten schweizerischen Ordonnanz-Gewehres auftretend und früher auch schon im letzten Feldzuge geprüft, beim Schnellfeuer in 7 Minuten 32 Schuß mit 75 Procent Treffer ergeben und wegen ungemeiner Einfachheit der Construction, sowie leichter Handhabung seines Verschluß-Mechanismus einen sehr günstigen Eindruck hervorgerufen hat.

„Bewirkt wird dieser Rohrverschluß durch einen Bolzen, welcher die Metallhülsen-Patrone satt andrückt; die Zündung ruht in der Hülse, geschützt durch ein Rondell, und wird durch einen Stift, der von unten und zwar radial in die Patrone eindringt, entzündet. – Im engsten Zusammenhange mit dem Verschlußbolzen steht der Sicherheitssteller; dieser wirkt augenblicklich, wenn der Verschlußbolzen nicht seine normale Lage hat und zwar in der Art, daß weder gespannt noch abgedrückt werden kann; ein unfreiwilliges Losgehen bei nicht festem Verschlusse ist unmöglich.“

Cassel, im November 1866.

Darapsky,
Major im Generalstabe.

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