Titel: Der Gelatine-Entwickler.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 182/Miszelle 12 (S. 348–349)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj182/mi182mi04_12

Der Gelatine-Entwickler.

Auch in Frankreich interessirt man sich jetzt lebhaft für den Gelatine-Entwickler und gibt ihm namentlich deßhalb den Vorzug vor anderen Entwicklern, weil derselbe rein und regelmäßig entwickelt und sehr kräftige und brillante Negative gibt.

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Folgende Vorschrift ist sehr empfehlenswerth und haben wir gefunden, daß, wie dieß Davanne namentlich hervorhebt, die Neigung zum Schleiern fast ganz beseitigt wird. 30 Theile Gelatine werden in 90 Theilen Wasser gelöst und mit 10 Theilen reiner englischer Schwefelsäure versetzt. Man kocht einige Minuten, läßt abkühlen und setzt jetzt so viel Eisenfeile hinzu, als nöthig ist um die Schwefelsäure zu sättigen. Man erkennt den Sättigungspunkt an dem Aufhören der Gasentwickelung. Es ist nothwendig, wegen des Aufschäumens ein nicht zu kleines Gefäß zu nehmen und die Eisenfeile nur in kleinen Portionen zuzusetzen; von der letzteren bedarf man 6–7 Theile. Hierauf werden 4 Theile essigsaures Natron, welche in 375 Thln. Wasser gelöst sind, zugesetzt, worauf man filtrirt. Gibt der Entwickler harte, schwarze Bilder, so verdünnt man mit einer Auflösung von 1 Theil Eisenvitriol in 20 Theilen Wasser, bis die Bilder nach Wunsch hervorkommen. Dr. Stinde. (Hamburger Gewerbeblatt, 1866, Nr. 42.)

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