Titel: Ueber Magnesium.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 182/Miszelle 8 (S. 347)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj182/mi182mi04_8

Ueber Magnesium.

Als Beitrag zur Kenntniß dieses Metalles liefern A. Wanklyn und T. Chapman Folgendes:

Das käufliche Metall in der Gestalt der zum Magnesiumlicht angewandten Bänder ist ungewöhnlich rein und entwickelte so viel Wasserstoff, daß stets etwas mehr als 100 Proc. für die angewandte Probe sich berechneten.

Gegen Halogene ist das Magnesium ziemlich indifferent, denn von Jod in weingeistiger Lösung wird es fast gar nicht, von Chlorgas nicht unmittelbar und von Brom gar nicht angegriffen.

Mit Quecksilber bildet es ein Amalgam, wenn das Quecksilber zuvor bis nahe zu seinem Kochpunkt erhitzt wird, und zwar unter heftiger Reaction. Ein solches Amalgam, welches nur 1/200 Magnesium enthält, läuft an der Luft sogleich an, erhitzt sich mit Wasser befeuchtet und zersetzt Wasser sehr heftig, viel energischer als Natriumamalgam und als reines Magnesium.

Auch bei gewöhnlicher Temperatur – entgegen Phipson's Behauptung – verbindet sich Magnesium mit Quecksilber, jedoch langsam. (Journal of the Chemical Society Mai 1866, S. 141; Journal für praktische Chemie, Bd. XCVIII S. 237.)

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