Titel: Analyse der Rapspflanze.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 182/Miszelle 11 (S. 487)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj182/mi182mi06_11

Analyse der Rapspflanze.

Im Amtsblatt für die landwirthschaftlichen Vereine des Königr. Sachsen theilt Prof. W. Knop Untersuchungen über die Rapspflanze mit, die zu dem Resultate führen, daß sowohl Raps als Rübsen zwar ein wohlgedüngtes Feld verlangen, daß sie dieses Feld während der Vegetation stark in Anspruch nehmen, schließlich aber bei zweckmäßiger Bewirthschaftung dem Felde gar nichts entziehen, so daß also ihre Stelle, wie dieß auch meist gebräuchlich, an der Spitze der Rotation ist. Die Blätter enthalten 22 bis 23 Proc. der Trockensubstanz an Mineralbestandtheilen, welche dem Boden unmittelbar wiedergegeben werden, da sie schon vor der Ernte abfallen. Die Samen enthalten 4,8 Proc. Mineralbestandtheile, die beim Verfüttern der Rückstände dem Boden gleichfalls unvermindert zu Gute kommen, da nur das Oel ausgeführt wird. Die Stengel enthalten 9,18 Proc. Mineralbestandtheile, die durch passende Verwendung der Stengel gleichfalls im Dünger dem Boden zurückerstattet werden können. Obgleich also Raps und Rübsen dem Boden während der Vegetation enorme Quantitäten Pflanzennährmittel entziehen, so sind dieselben doch leicht zu ersetzen.

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