Titel: Zur Darstellung von schmiedbarem Gußeisen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 182/Miszelle 4 (S. 484–485)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj182/mi182mi06_4
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Zur Darstellung von schmiedbarem Gußeisen.

In der königl. Eisengießerei zu Berlin wurde schmiedbares Gußeisen durch Glühen schwacher Gußstücke in Rotheisenstein oder Pyrolusit dargestellt. Schwedisches und schlesisches weißes Roheisen und Spiegeleisen der Sayner Hütte wurde in Tiegeln mit Kohks und Holzkohle umgeschmolzen, zu schwachen Stücken gegossen und diese mit dem Cementirpulver in einem kleinen eisernen Kasten in einem einfachen Zugofen mit Rost bei Torffeuerung lichter Rothgluth während 80–264 Stunden ausgesetzt. Das Gußstück von schwedischem Eisen ließ sich nach 204stündigem Glühen wie bestes Schmiedeeisen in der Hitze und Kälte behandeln, während schlesisches Eisen nach 264stündigem Glühen sich nur im rothwarmen, nicht im kalten Zustande bearbeiten ließ. Sayner Eisen zeigte sich ganz unbrauchbar, indem dasselbe nur in geringem Grade umgewandelt wurde. (Der Berggeist.)

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