Titel: Verbesserte Anstrichfarbe aus Zinkoxyd und Zinkchlorid; von Richard Jacobsen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 182/Miszelle 5 (S. 485)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj182/mi182mi06_5

Verbesserte Anstrichfarbe aus Zinkoxyd und Zinkchlorid; von Richard Jacobsen.

Schon seit länger als zehn Jahren wurde zu wiederholten Malen ein Anstrich aus Zinkoxyd und Chlorzink, der bekannten plastischen, gegen Wasser beständigen Masse empfohlen. Die nach den verschiedenen veröffentlichten Vorschriften gemachten Versuche mit und ohne Leimzusatz gaben niemals recht befriedigende Resultate. Mit Leimwasser angerührtes Zinkoxyd gibt, wenn man auf einen damit gemachten Anstrich eine Chlorzinklösung aufträgt, einen sehr schwer trocknenden Anstrich; läßt man den Leimzusatz fort, so erhält der Anstrich keinen Glanz. Ich kann den folgenden Anstrich, welcher sich seit über einem Jahre an damit überzogenem Holz und Metall bewährt hat, empfehlen. 50 Theile Leim werden in 150 Theilen Wasser heiß gelöst und mit 2 Th. Natronlauge (von 1,34 spec. Gew.) einige Zeit hindurch gekocht; der hierbei entstehende flockige Niederschlag kann mit verwendet werden. Nach dem Erkalten setzt man 50 Th. käufliche Wasserglaslösung hinzu und rührt mit dieser Mischung so viel Zinkoxyd an, bis man einen dünnen, leicht mit dem Pinsel zu vertreibenden Brei erhält. Zur gleichmäßigen Vertheilung läßt man diese Mischung durch eine Farbemühle gehen. Mit diesem Farbebrei, der für den jedesmaligen Bedarf frisch bereitet werden muß, wird das Holz-, Metall- oder Mauerwerk ein- bis zweimal angestrichen und, nachdem der Anstrich völlig getrocknet ist, mit einer etwa 10procentigen Lösung von Chlorzink einmal überstrichen. Erst durch diesen letzten Ueberzug erhält der Anstrich einen schönen Glanz und große Widerstandsfähigkeit. Durch Zusatz von Erdfarben, Braunstein, Umbra etc. zum Zinkoxyd kann man dem Anstrich beliebige Farbetöne geben. (Industrie-Blätter.)

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