Titel: Anwendung des Paraffins zu gewissen Krystallisationsversuchen; von Franz Stolba in Prag.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1866, Band 182/Miszelle 7 (S. 485–486)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj182/mi182mi06_7
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Anwendung des Paraffins zu gewissen Krystallisationsversuchen; von Franz Stolba in Prag.

Wenn es sich darum handelt, solche Stoffe freiwillig krystallisiren zu lassen, welche wie viele Fluoride und Kieselfluoride Glas und Porzellan angreifen, so ist man häufig wegen des Materials des Krystallisationsgefäßes in Verlegenheit. Allerdings lassen sich zu solchen Versuchen Platin- und Silberschalen verwenden, allein gerade diese werden am häufigsten benutzt. In derartigen Fällen mache ich gewöhnlich von Paraffin Gebrauch, womit ich kleine Bechergläser innen sehr gut überziehe.

Zu dem Behufe wird das Glasgefäß auf's Sorgfältigste getrocknet, und man schmilzt darin eine genügende Menge Paraffin.

Dasselbe wird darin fast zum Kochen erhitzt, dann der Art umgeschwenkt, daß das Innere allenthalben mit Paraffin in Berührung kommt, wornach man den Ueberschuß ausgießt.

Ein solcher Ueberzug haftet sehr gut und man erhält durch freiwillige Verdunstung an der Luft oder erforderlichen Falles unter dem Exsiccator, darin die schönsten vollkommen ausgebildeten Krystalle, namentlich wenn solche zeitweilig gewendet werden.

Es ist hierbei von Vortheil, daß der Krystall an seiner Unterlage ihrer Natur zufolge nicht im geringsten hastet.

Eine andere nützliche Anwendung des Paraffins besteht darin, daß man mittelst desselben zersprungene Schalen etc. von dem verschiedensten Materiale zu Krystallisationsversuchen gebrauchen kann, indem man selbe je nach Bedarf theilweise oder ganz mit Paraffin überzieht. (Journal für praktische Chemie, 1866, Bd. XCIX S. 53.)

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