Titel: Ueber Mac Dougall's desinficirendes Pulver für Pferdeställe etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 184/Miszelle 13 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj184/mi184mi01_13

Ueber Mac Dougall's desinficirendes Pulver für Pferdeställe etc.

Im Jahrgang 1865 des polytechn. Journals, Bd. CLXXV S. 400, wurde über dieses in England vielfach angewendete desinficirende Pulver berichtet. Hr. Dr. Neßler theit über dasselbe in der badischen Gewerbezeitung, 1867 Nr. 3, Folgendes mit:

Das Pulver enthält nach der Analyse in 100 Theilen: schwefelsauren Kalk 3,8 Proc., schwefligsauren Kalk 14,5, kohlensauren Kalk 22,8, kohlensaure Magnesia 10,2, Aetzkalk 14,2, Magnesia 14,6, Sand 7,0, Wasser und flüchtige organische Stoffe 12,8, Phenylsäure: Spuren.

Nach der Zusammensetzung und nach dem Geruch ist dieses Pulver nichts Anderes als Gaskalk, der aber für solchen sehr theuer verkauft wird. Die Tonne (2276 Zollpfund) kostet 120 Gulden. Es läßt sich annehmen, daß das Pulver dadurch desinficirend wirkt, daß schwefligsaurer und ätzender Kalk, sowie die Phenylsäure die Fäulniß verzögern, und anderseits schon vorhandene riechende Stoffe durch theerartige Theile gebunden werden. Schon gebildetes Ammoniak kann nicht zurückgehalten werden, weil eine große Menge Aetzkalk und Aetzmagnesia vorhanden ist. Solches Pulver, mit Salmiak gemischt, entwickelt Ammoniak.

Gaskalk kann man jetzt in den meisten Gasfabriken nicht mehr erhalten, weil zum Reinigen des Gases nur selten noch reiner Kalk angewendet wird.

Eine Mischung von Gyps, Torfabfall und Theer (in kleiner Menge) dürfte, besonders für Stallungen, in den meisten Fällen obigem Pulver vorzuziehen seyn.

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