Titel: Lüftung des Bodens mittelst Drainröhren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 184/Miszelle 16 (S. 284)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj184/mi184mi03_16

Lüftung des Bodens mittelst Drainröhren.

In Tharand wurden – wie der „Chemische Ackersmann“ berichtet – in ein völlig trockenes Stück Land in 1 1/2fußiger Entfernung lose verbundene, ansteigende und am höheren Ende mit schornsteinartigen Aufsätzen versehene Drainröhren gelegt, um eine natürliche Luftcirculation im Untergrunde 20, resp. 10 Zoll tief herbeizuführen. Eine zweite Parcelle wurde zur Vergleichung eben so tief, eine dritte nur 10 Zoll tief umgegraben; diese beiden Parcellen erhielten keine Lüftungsröhren. Diese, 7 Jahre mit den verschiedensten Früchten fortgeführten Versuche bestätigen die fortdauernden wohlthätigen Folgen einer verstärkten Luftzufuhr zu den unteren Bodenschichten für den gebundenen lehmigen Boden auf das Vollkommenste und weisen wiederholt die großen Vortheile einer tiefen Bodenlockerung in sehr bestimmter Weise nach. Ebenso zeigten die Versuche mit Entschiedenheit, daß eine solche Lüftung oder Drainirung selbst bei sehr trockener Sommerwitterung sich nützlich erweist, denn in trockenen Sommern hielt sich der Boden der mit Luftcirculation versehenen Parcelle immer kühler und feuchter und die Vegetation frischer und ungestörter als auf den nicht drainirten Parcellen, wo die Pflanzen sichtlich litten und vorzeitig reiften.

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