Titel: Vorrichtung, um das Mitreißen des Wassers in den Dampfraum bei Dampfkesseln unwirksam zu machen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 184/Miszelle 1 (S. 533)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj184/mi184mi06_1

Vorrichtung, um das Mitreißen des Wassers in den Dampfraum bei Dampfkesseln unwirksam zu machen.

Der beträchtliche Wärmeverlust, welcher durch das Mitreißen von Wasserpartikeln bei dem Austritte des Dampfes in den Arbeitscylinder herbeigeführt wird, hat bereits schon zu mannichfachen Vorschlägen und Erfindungen Veranlassung gegeben, ohne daß hierdurch die Frage in genügender Weise gelöst worden wäre. Es mag daher von Interesse seyn, einen ganz neuen Apparat hier zu erwähnen, der zu diesem Zwecke von Luques construirt wurde, und dessen Wirksamkeit zu Erwartungen berechtigen dürfte. Man stelle sich einen sehr kurzen Cylinder über den horizontalen Theil des Dampfkessels so angebracht vor, daß dessen geometrische Achse horizontal und rechtwinkelig gegen die Achse des Generators gerichtet ist. Die von der Kuppel ausgehende Dampfröhre streicht an der Seitenfläche des Cylinders tangirend vorüber, öffnet sich sodann in derselben, während sie sich von da aus gleichsam in zwei Schenkel abzweigt, welche durch die Grundflächen des Cylinders gehen, und die außerhalb des Cylinders wieder unter sich vereinigt den trockenen Dampf zu seinem Bestimmungsorte gelangen lassen. Eine vierte Oeffnung findet sich an der Seitenfläche des Cylinders, und zwar an der tiefsten Stelle, von wo aus ein Rohr unmittelbar zum Boden des Dampfkessels führt. Wird also der Dampfhahn geöffnet, so muß der Dampf über die Cylinderfläche hinwegstreichen, er soll auf diese Weise eine außerordentlich rasche Rotationsbewegung annehmen und erst dann durch die beiden centralen Oeffnungen entweichen. In Folge dieser gyratorischen Bewegung sollen die Wassertropfen, gegen die Ränder geführt, sich hier ansammeln, um als wasserförmige Flüssigkeit durch das untere Rohr wieder in den Kessel zurückzutreten, während der trockene Dampf durch die in der Mitte der Grundflächen des Cylinders angebrachten Röhren entweichen muß, um nach dem verlangten Punkte hin sich ausbreiten zu können. (Annales du Génie civil, April 1867, S. 271.)

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