Titel: Verfahren zur Herstellung dauerhafter Jacquardharnische.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 184/Miszelle 9 (S. 536–537)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj184/mi184mi06_9

Verfahren zur Herstellung dauerhafter Jacquardharnische.

Bei breiten Waaren kommen die Harnischschnüre in niederen Localen in eine zu waagrechte Stellung, was sich auch bei Anwendung von zwei Jacquardmaschinen in hohen Localen nicht verhindern läßt; es nützen sich daher die Schnüre, namentlich bei feineren Harnischstichen mit dichter Fadeneinstellung durch zu starke Reibung ziemlich ab, so daß der Weber durch das Brechen derselben vielfach in der Arbeit aufgehalten wird.

Um diesem Uebelstand abzuhelfen, nehme man zu einem Harnisch mit 5000 Schnüren 3/4 Pfund Leinöl, rühre in dieses das Weiße von 3 Eiern ein und lasse die Masse 1/2 Stunde tüchtig kochen.

Die Harnischschnüre werden mit dem gekochten Leinöl, so lange dieses noch warm ist, mit einem wollenen Lappen oder mit Bürsten eingerieben. Dieses Einreiben kann einigemal wiederholt werden, bis der Harnisch vollständig trocken ist. Hierdurch werden die Schnüre dauerhaft und in sich geschlossen, und ist dem Brechen durch obiges Verfahren abgehoben.

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Bei den neuen Harnischen ist es am besten, wenn sie vor dem Anhängen der Gewichte eingerieben werden. (Württembergisches Gewerbeblatt, 1867, Nr. 22.)

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