Titel: Moodie's Absperrventil.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 185, Nr. XXX. (S. 98–99)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj185/ar185030

XXX. Moodie's Absperrventil.

Aus dem Practical Mechanic's Journal, Mai 1867, S. 54.

Mit einer Abbildung auf Tab. II.

Dieses vereinfachte Absperrventil für Wasser und andere Flüssigkeiten,34) besteht im Wesentlichen aus einer röhrenförmigen Kammer, in |99| die eine Röhre einmündet, durch welche die Flüssigkeit nach der Kammer zuströmen kann. Aus dieser Kammer ist ein Deckel aufgeschraubt, durch dessen Mitte eine Stellschraube mit Handgriff reicht, die auf eine in der Kammer befindliche hutförmige Klappe wirkt, welche durch Niederdrehen der Schraube die Oeffnung des Rohres und damit den Zufluß der Flüssigkeit absperrt.

Die Kammer, in welche die innere Röhre einmündet, steht mit dem Ausflußende des Ventiles in Verbindung oder kann selbst den Ausfluß bilden, während die innere Röhre mit dem Einflußende des Hahnes in Verbindung steht, so daß, wenn die Klappe geöffnet wird, die Flüssigkeit frei durch die innere Röhre zuströmt und von da durch die Kammer zum Ausfluß gelangt.

Figur 23 stellt dieses Absperrventil im Durchschnitte dar. A ist der Ventilkörper, dessen Gestalt und Material willkürlich gewählt werden können. B ist die innere Röhre, welche entweder einen Theil des Hahnes selbst bildet, oder nachträglich mit demselben verbunden wird. C ist das hutförmige Ventil, in welches eine aus Leder oder Kautschuk bestehende Scheibe D eingelegt wird. E endlich ist eine Schraube, die sich in dem auf A aufgeschraubten Deckel F drehen läßt.

Es ist eine bekannte Thatsache, daß sich Hähne, welche einige Zeit im Gebrauche waren und starken Druck auszuhalten haben, bald abnützen, so daß fortwährend die Flüssigkeit durch dieselben durchsickert; durch den beschriebenen Hahn wird dieser Uebelstand in der einfachsten Weise vermieden.

Die Flüssigkeit tritt in der Richtung des Pfeiles bei G in die Röhre ein und geht durch den Körper des Hahnes oder Ventiles A nach der Röhre B. Soll die Flüssigkeit ausfließen, so wird der Hut C durch Lösen der bisher geschlossenen Schraube E gehoben, wodurch der zum Durchströmen der Flüssigkeit erforderliche Raum frei wird. Soll der Hahn wieder geschlossen werden, so wird der Hut C mittelst der Schraube E auf die Röhre B so aufgedrückt, daß kein Tropfen der inneren Flüssigkeit mehr ausfließen kann.

Einfachheit ist der Hauptvorzug dieses Hahnes; Reparaturen kommen bei demselben kaum vor; sollte er je undicht werden, so wird in den meisten Fällen die Erneuerung des Dichtungsmateriales bei D dem Fehler abhelfen. Solche Hähne eignen sich besonders in den Fällen, wo man es mit einem starken Drucke zu thun hat.

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Als Mittheilung von W. Moodie in Montreal für J. H. Johnson in London patentirt am 26. September 1866.

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