Titel: Verwendung des hydraulischen Kalkes zu Reservoirs für heiße und warme Soole.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 185/Miszelle 7 (S. 243–244)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj185/mi185mi03_7
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Verwendung des hydraulischen Kalkes zu Reservoirs für heiße und warme Soole.

Wir entnehmen einem Berichte des Hrn. V. Posch, k. k. Sudhüttenmeisters in Ebensee, die interessante Mittheilung, daß sowohl die Fudertröge als auch die Labstuben des Schillerwertes dort aus diesem Materiale construirt worden sind und sich bisher ausgezeichnet bewähren.

Die Holzreservoirs, deren Anfertigung um 50–60 Proc. theurer zu stehen käme als hydrauliches Mauerwerk, vermochten der bedeutenden absoluten Schwere der heißen Soole (mit 69 Pfd. per Kubikfuß) nicht zu widerstehen, daher auch deren Anwendung sehr bedeutende Soolenverluste im Gefolge hatte, welche nunmehr durch die mit hydraulischem Kalke construirten Reservoirs vollständig behoben worden sind.

Der hydraulische Kalk, welcher mit 2/3 grobem gewaschenem Kalksande angemacht und zu Ziegel-, Bruchstein- und Beton-Mauerung angewendet wurde, ist von Kraft und Egger in Kufstein in ausgezeichneter Qualität bezogen worden.

Der Cement, mit gleichen Theilen gewaschenem feinerem Sande angemacht, wurde zur Bekleidung der hydraulischen Mauerung und zu Verbrämungen in der Dicke von 1/4 Zoll aufgetragen und mit Blechschalen fein verrieben; derselbe wurde aus Saulich's Fabrik in Kufstein bezogen und befriedigt in der That rücksichtlich der Qualität vollständig. (Oesterreichische Zeitschrift für Berg- und Hüttenwesen, 1867, Nr. 29.)

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