Titel: Verhalten von Zink und Zinkoxyd gegen Kochsalz; von A. Siersch.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 185/Miszelle 6 (S. 324)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj185/mi185mi04_6

Verhalten von Zink und Zinkoxyd gegen Kochsalz; von A. Siersch.

Bei den meisten Sudsalinen in Deutschland, wo man durch einen langsamen Sud Grobsalz erzeugt, pflegt man die aus Eisenblech gefertigten Sudpfannen gegen Oxydation dadurch zu schützen, daß man in die blank gescheuerten Ecken der Pfanne Zink eingießt, oder dasselbe als Streifen in die Nietfugen der Pfannbleche einlegt, um letztere mit dem Zink in metallische Verbindung zu bringen. Durch den hierdurch bewirkten Contact suchte man auf Kosten der beschleunigten Bildung von Zinkoxyd das Rosten der Pfanne zu verhüten. Da aber alle löslichen Zinkverbindungen dem menschlichen Organismus schädlich sind, ja sogar das unlösliche Zinkoxyd in Beziehung auf Schädlichkeit für den Menschen sehr in Frage steht, so hat A. Siersch (Sitzungsberichte der Wiener Akademie, Januar 1867) Versuche zur Entscheidung der Frage angestellt, ob durch das angegebene Verfahren Zink in das Kochsalz gelangen kann.

Diese Versuche haben zu dem Resultate geführt, daß sich bei der Einwirkung von Zink auf Kochsalzlösung Chlorzinknatrium bildet und daß beim Kochen der klaren zinkhaltigen Lösung sich mit Zink verunreinigtes Kochsalz ausscheidet. Der Zinkschutz der Sudpfannen ist demnach zu verwerfen.

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