Titel: Magnetische Experimente mit Gasen, von Chautard in Nancy.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 185/Miszelle 12 (S. 406–407)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj185/mi185mi05_12

Magnetische Experimente mit Gasen, von Chautard in Nancy.

Unter Anwendung von Blasen der Glycerinflüssigkeit, wie sie nach dem von Plateau gefundenen Verfahren115) bereitet wird, und die mit Sauerstoff gefüllt waren, zeigte das Gas, wenn dieses den Polen eines Elektromagnetes ausgesetzt wurde, starke Anziehungen, wahrnehmbare Schwingungen, die eine Art von Pendelbewegungen des Gases repräsentirten; diese durch die magnetischen116) oder diamagnetischen (?) Wirkungen |407| hervorgebrachten Erscheinungen lassen sich unter Anwendung des Drummond'schen Kalklichtes einem größeren Auditorium sichtbar machen. – Ebenso interessant ist der weitere Versuch, den Chautard mit Magnesium anstellte. Wurde nämlich unterhalb der conischen Polflächen des Elektromagnetes ein Streifen Magnesium angebracht, und dieser, als die Kette geschlossen war, angezündet, so lagerte der Rauch des Magnesiums sich um den Elektromagneten und nahm dabei deutlich die Uform an. (Les Mondes, Juni 1867, S. 358.)

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Die für seine „Untersuchungen über die Gleichgewichtsfiguren einer flüssigen Masse ohne Schwere“ von J. Plateau angewandte Flüssigkeit wird aus 3 Vol. – in dem 40fachen Gewichte destill. Wassers aufgelöster – Marseiller Seife und 2,2 Vol. Price'schein (englischem) Glycerin durch inniges Mischen und oft wiederholtes Filtriren der Flüssigkeit bei niederer Temperatur bereitet. „Blasen“ dieser Flüssigkeit bis zu mehr als 1 Decimeter Durchmesser können bis zu 18 Stunden andauernd unterhalten und benutzt werden; bei Anwendung von ölsaurem Natron statt Marseiller Seife könnte, wenn am Boden des Gefäßes eine absorbirende Substanz, z.B. Chlorcalcium, war, eine Maximaldauer der Blasen von mehr als 54 Stunden erlangt werden. (Näheres hierüber sehe man in Poggendorff's Annalen Bd. CXXX S. 264, Februar 1867.) Der Ref.

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Daß Sauerstoff zu den paramagnetischen und nicht zu den diamagnetischen Substanzen gehört, ist bekanntlich von Faraday schon vor 20 Jahren nachgewiesen wurden. Der Ref.

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