Titel: Anilingrau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 186/Miszelle 12 (S. 159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj186/mi186mi02_12

Anilingrau.

Carvès und Thirault in St. Etienne stellen nach einem französischen Patente ein Anilingrau, das sie Mureïn nennen, auf folgende Weise dar: Sie bringen in einem Gefäße 1 Theil Anilin oder Homologe desselben mit 2 bis 3 Theilen käuflicher Salzsäure zusammen, übergießen in einem anderen Gesäße 1/3 bis 1/2 Theil doppelt-chromsaures Kali und gleich viel Eisenvitriol mit so viel Wasser, welches 1/3 seines Gewichtes Schwefelsäure enthält, daß Alles gelöst wird, und gießen dann diese Lösung unter beständigem Umrühren auf die Mischung im ersten Gefäße. Läßt man das Ganze 2 bis 3 Stunden lang ruhig stehen, so findet sich am Boden des Gefäßes ein weicher klebriger Teig, der gesammelt und mit kaltem Wasser gewaschen wird. Dieser Körper, das sogenannte Mureïn, kann, in kochendem Wasser gelöst, zum Färben von Seide und Wolle verwendet werden, und gibt ein ziemlich glänzendes Modegrau, das den Seifen und Säuren wiedersteht; über seine Verwendbarkeit in der Druckerei ist nichts angegeben. (Deutsche Industriezeitung.)

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