Titel: Neues Verfahren zum Härten und Bleichen des rohen Paraffins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 186/Miszelle 13 (S. 159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj186/mi186mi02_13

Neues Verfahren zum Härten und Bleichen des rohen Paraffins.

Paraffin, diese starre, wachsähnliche Substanz, wird bekanntlich aus den durch die bei niedriger Temperatur ausgeführte Destillation von Cannelkohle, Braunkohle, bituminösen Schiefern, Torf und anderen ähnlichen Substanzen erhaltenen Schwerölen gewonnen, und zwar in mehr oder weniger unreinem und gefärbtem Zustande, mit theerartigen und öligen Verbindungen gemengt, von welchen es zunächst auf verschiedene Weise und mit verschiedenen Mitteln, gereinigt, dann in Formen gegossen und ausgepreßt, hierauf mittelst Dampf erhitzt, durch Thierkohle filtrirt, nochmals mit verschiedenen Reinigungsmitteln behandelt und wiederum ausgepreßt wird. Dieses Verfahren wird mehrfach wiederholt bis ein ganz weißes Product resultirt. – Kürzlich hat John Rowley zu Camberwell (Wellsstreet 77) auf einige „Verbesserungen“ dieses Verfahrens ein Patent genommen. Hiernach wird das rohe oder bereits mehr oder weniger vollständig raffinirte Paraffin in einem passenden Gefäße geschmolzen und zum Behufe des Reinigens, Härtens und Bleichens bei einer Temperatur von etwa 50 bis 52º C. mit ungefähr 5 Proc. Carnaubawachs versetzt, wodurch sein Schmelzpunkt um mehrere Grade (4 bis 5º Cels.) erhöht wird. Durch Vermehrung oder Verminderung des Zusatzes läßt sich dem Paraffin größere oder geringere Härte geben. Dann wird Dampf von mindestens 25 Pfd. Druck per Quadratzoll zugelassen und das Gemenge von Paraffin und Carnaubawachs etwa vier Stunden im Sieden erhalten, worauf das Wasser abfließt und das Gemenge sich selbst überlassen wird. Hiernach wird dasselbe durch Thierkohle filtrirt, wobei alle Verunreinigungen zurückbleiben: nöthigenfalls wird das Filtriren nochmals wiederholt. (Mechanics' Magazine, September 1867, S. 169.)

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