Titel: Anwendung des fein zertheilten Platins in der Schnellessigfabrication.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 186/Miszelle 9 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj186/mi186mi02_9

Anwendung des fein zertheilten Platins in der Schnellessigfabrication.

Die Fabrikanten klagen häufig und mit Grund, daß die Säuerung des Weingeistes in den Essigständern nicht gleichmäßig erfolgt und nicht die entsprechende Essigstärke erreicht wird. Artus löste 1 Loth trockenes Platinchlorid in 5 Pfd. Alkohol, tränkte damit 3 Pfd. haselnußgroße Holzkohlenstückchen und glühte sie in einem bedeckten Tiegel. 1 1/2 Pfd. dieser platinirten Kohle wurden auf einem Kranz von Holz mit Löchern auf dem oberen Siebboden eines Essigbildners von 7 Fuß Höhe und 2 1/2 bis 3 Fuß Durchmesser so angebracht, daß sie von dem Essiggute nicht direct benetzt wurden. Das Platin nimmt Sauerstoff aus der Luft auf, den es dann an den Weingeist abtritt. Nach fünf Wochen Arbeit muß die platinirte Kohle wieder im Tiegel ausgeglüht werden. Die Wirkung dieser Kohle war sehr überraschend, die Säuerung erfolgte schneller und vollkommener, und der Essig erhielt einen angenehmen Geruch. (Artus' Vierteljahresschrift für technische Chemie.)

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