Titel: Neues Schweißpulver zum Schweißen oder Löthen von Eisen und Stahl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 186/Miszelle 8 (S. 244)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj186/mi186mi03_8

Neues Schweißpulver zum Schweißen oder Löthen von Eisen und Stahl.

Bernard Lietar zu Brüssel (rue Houblon, 4) hat kürzlich ein Patent auf eine verbesserte Composition zum Schweißen von Eisen und Stahl genommen. Dieselbe besteht aus 1000 Th. Eisen-, beziehungsweise. Stahlfeilspänen, 500 Th. Borax, 50 Th. Copaivabalsam (anstatt dessen auch ein harziges Oel angewendet werden kann) und 75 Th. eines Ammoniaksalzes (Salmiak, kohlensaures Ammoniak oder ein anderes). Diese Bestandtheile werden innig mit einander gemengt, geglüht und dann fein gepulvert. Die Anwendungsweise des Pulvers ist die folgende. Angenommen, es sollen zwei Stücke Eisen oder zwei Stücke Stahl, oder ein Stück Eisen und ein Stück Stahl zusammengeschweißt werden. Die miteinander zu verbindenden Stellen werden mit dem Pulver bestreut, und dann bekommt das Ganze eine Hitze, die so stark seyn muß, daß das Pulver schmilzt, wozu Kirschrothglühhitze erforderlich ist. Dann werden die Stücke aus dem Feuer genommen und auf gewöhnliche Weise zusammengeschweißt. Haben dieselben so große Dimensionen, daß sie nicht beide zusammen und gleichzeitig in daß Feuer gebracht werden können, oder wird dieß durch irgend einen anderen Umstand verhindert, so wird zunächst das eine Stück an der zu schweißenden Stelle zum Rothglühen erhitzt und mit dem Schweißpulver bestreut; darauf wird das zweite Stück an dem betreffenden Punkte zum Weißglühen erhitzt, und dann werden beide zusammengeschweißt. Dieses Verfahren ist besonders bei der Reparatur großer Stücke zur Anwendung geeignet. (Mechanics' Magazine, Juli 1867, S. 43)

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