Titel: Das Dörren des Saatleins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 186/Miszelle 12 (S. 336)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj186/mi186mi04_12

Das Dörren des Saatleins.

Zahlreiche Versuche ergaben die Thatsache, daß ein mit gedörrtem Lein besäetes Grundstück einen weit höheren, bisweilen sogar den doppelten Ertrag an Flachs lieferte, als ein mit ungedörrtem Lein in gewöhnlicher Weise besäetes. In Eldena dörrt man den Leinsamen bei 20 Grad Réaumur und erfreut sich daselbst einer mehr als dreifachen Ernte. Höher darf die Temperatur nicht steigen, weil sonst zu befürchten ist, daß der Eiweißstoff des Samens gerinnt und die Keimkraft vernichtet wird. Durch das Dörren verliert der Lein reines Wasser (deßhalb geht er auch später auf als der ungedörrte), er kann aber dafür mehr Wasser aus dem Boden aufnehmen, welches mit löslichen Bestandtheilen geschwängert ist. Dadurch gelangen also mehr düngende Bestandtheile in den gedörrten als in den ungedörrten Samen. (Zeitschrift für die Landwirthschaft.)

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