Titel: Putzpulver für Goldsachen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1867, Band 186/Miszelle 5 (S. 489–490)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj186/mi186mi06_5

Putzpulver für Goldsachen.

Goldarbeiter halten seit einiger Zeit ein Putzpulver feil, welches bei unläugbarer Güte doch ungemein theuer steht. Ein Schächtelchen mit etwa 10 Grammen kostet in Cöln 1/2 Thaler. Dr. W. Hofmann, welcher das Pulver analysirte, theilte uns mit, daß dasselbe eine sehr einfache Zusammensetzung besitzt, indem es bloß ein Gemenge von circa 70 Proc. Eisenoxyd und 30 Proc. Salmiak ist. Man kann sich das Gemenge selbst leicht zu einem billigen Preise darstellen, indem man vorerst Eisen in Salzsäure auflöst, bis jede Gasentwickelung aufhört, und das gebildete Eisenchlorür sodann mit Ammoniakflüssigkeit versetzt, so lange noch ein Niederschlag entsteht. Man sammelt den Niederschlag auf einem Filter und trocknet ihn, ohne ihn vorher auszuwaschen, bei einer Temperatur, die den adhärirenden Salmiak noch nicht verflüchtigt. |490| Das anfänglich gefällte Eisenoxydul verwandelt sich dabei in Eisenoxyd. (Badische Gewerbezeitung, 1867, Nr. 11.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: