Titel: Moeser's Thürzuwerfer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 187, Nr. XC. (S. 378–379)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj187/ar187090

XC. Einfacher Thürzuwerfer.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Eine sehr einfache Vorrichtung zum Thürzuwerfen ist die nachstehend beschriebene, in Fig. 35 und 36 dargestellte.

Ein kleiner eiserner Haken mit Oehr a, der in eine Ohrenschraube b eingehängt ist, wird mittelst dieser Ohrenschraube b an dem Futter F der Thür durch Einschrauben befestigt. Ein gleicher Haken mit Ohrenschraube wird mittelst derselben in gleicher Höhe an dem Thürrahmen A befestigt und dann in die beiden so angebrachten Haken ein Ring c von gutem Gummi eingehängt. Beim Oeffnen der Thür dehnt sich der Gummiring aus und bewirkt dann, indem er sich wieder zusammenzieht, das Beiziehen der Thür. Man könnte deßhalb diese Vorrichtung füglich Thürzieher nennen.

Es ist begreiflich, daß man den Thürzuwerfer ganz nach Willkür so anbringen kann, daß er die Thür entweder heftig, weniger heftig oder |379| ganz gelinde beizieht. Werden die Haken so angeschraubt, daß das durch den Thürzuwerfer, den Thürrahmen und das Futter gebildete rechtwinkelige Dreieck ein gleichschenkeliges ist, so wird die Thür heftiger zugeworfen, als wenn das rechtwinkelige Dreieck länglicher ist. Soll die Wirkung des Thürzuwerfers zeitweilig aufhören, z.B. während des Transportes von Gegenständen durch die Thür, so hat man nur den Gummiring aus dem einen Haken auszuhängen.

Solche Thürzuwerfer, welche Jedermann leicht selbst an der Thür zu befestigen im Stande ist, können von dem Haushaltungsmaschinen-Geschäft von W. Moeser in Darmstadt zum Preise von 24 Kreuzern per Stück bezogen werden.

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