Titel: Ueber das Fell'sche Locomotiven-System auf der Mont-Cenis-Bahn.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 187/Miszelle 2 (S. 83)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj187/mi187mi01_2

Ueber das Fell'sche Locomotiven-System31) auf der Mont-Cenis-Bahn.

Nach Engineering, vol. IV p. 233, bewähren sich die Bahn mit den Mittelschienen und die Locomotive mit den Horizontalrädern nicht, hauptsächlich aus dem Grunde, weil sich die Laufräder, welche stets das Gewicht der Maschine tragen, weitaus mehr abnutzen als die Mittelräder. Nachdem aber alle den gleichen Schienenweg rollen, so müssen die abgenutzten Tragräder mehr Umdrehungen als die mit ihnen gekuppelten Horizontalräder machen, wodurch ein gefährliches Zerren und Gleiten entsteht. Abgesehen davon, bringt jede Unregelmäßigkeit in der Mittelschiene, unsymmetrische Lage etc., das Bestreben mit sich, die Maschine an eine Schiene zu pressen und von der anderen zu entfernen.

Unsere Quelle sagt weiter: Nachdem eine Maschine, deren ganzes Gewicht adhärirt, eine Steigung von 1 : 4 überwindet, wenn sie leer läuft, und daher ihr dreifaches Gewicht noch über eine Steigung von 1 : 12 bringen kann, so dürfte dieß die Maschinen mit der 24 Tonnen-Pressung auf die Mittelschiene nach wenige Monate langem Experiment wieder wegfallen machen.

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Beschrieben im polytechn. Journal, 1866, Bd. CLXXX S. 180.

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