Titel: Die amerikanische Zinkenschneidmaschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 187/Miszelle 1 (S. 261)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj187/mi187mi03_1

Die amerikanische Zinkenschneidmaschine.

Als die Pariser Weltausstellung des vorigen Jahres ziemlich zu Ende ging, tauchte in derselben eine Maschine aus Amerika aus, welche unter dem technischen Publicum große Sensation machte. Es war dieß die Armstrong'sche Zinkenschneidmaschine, welche bei staunenswerther Einfachheit, durch sinnreiche Anwendung kreisförmiger rotirender Sägen das bisher immer noch bestandene Problem zweckmäßiger, schneller und billiger Herstellung der Zinken für Kisten- und Möbelfabrication etc. in wahrhaft überraschender Weise gelöst hat.

Die Maschine stellt die Zinken, sowie die Zinkenschlitze (auch die sogenannten verdeckten Zinken) in jeder beliebigen Theilung und Stärke bis zu 1 Zoll, mit so großer Schnelligkeit und mathematischer Genauigkeit her, daß man wirklich mit einem Male die nur irgend denkbare Vollendung der Ausführung erreicht hat; sie ist dabei höchst einfach in der Construction, von einem Manne mit Leichtigkeit zu bedienen und kann je nach Umständen mit Elementarkraft oder von Hand betrieben werden.

Wie wir nun hören, hat die renommirte Maschinenfabrik von Richard Hartmann in Chemnitz die Exploitation der Patente für ganz Deutschland und Oesterreich übernommen, und werden die ersten Maschinen in den bedeutend erweiterten Werkstätten gedachten Etablissements für Werkzeugbau bereits montirt.

C. L.

Wir verweisen auf die Beschreibung der besprochenen Maschine S. 185 in diesem Heft und bemerken berichtigend, daß der Erfinder derselben der Amerikaner Davenport und Armstrong der Patentträger ist.

Die Redaction.

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