Titel: Verfahren, um hölzerne Fässer luftdicht und für flüchtige Flüssigkeiten undurchdringlich Zu machen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 187/Miszelle 13 (S. 438)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj187/mi187mi05_13

Verfahren, um hölzerne Fässer luftdicht und für flüchtige Flüssigkeiten undurchdringlich Zu machen.

Der in Titusville (Pennsylvanien) erscheinende Herald beschreibt ein Verfahren, um hölzerne Fässer ganz luftdicht und für Oele, Spiritus, Terpenthinöl und alle flüchtigen Flüssigkeiten undurchdringlich zu machen. Dieses in der Nähe der gedachten Stadt seit länger als einem Jahre mit dem besten Erfolge angewendete Verfahren besteht im Folgenden. In das aus der Hand des Böttchers kommende Faß wird durch Röhren 24 Stunden lang ein Strom von heißer Luft eingeleitet, so daß das Holz durch und durch erhitzt wird und seine Poren sich öffnen. Jeder Holzarbeiter weiß, daß Leim auf einer kalten Fläche weniger gut bindet, als auf einer warmen; daraus sind auch die Uebelstände des gewöhnlichen Verfahrens zur Behandlung des Fasses mit Leim erklärlich. Nachdem das Gefäß aus die angegebene Weise erhitzt worden, wird es mit seinem oberen Theile in einen Rahmen gespannt, welcher die Umdrehung des Fasses nach jeder Richtung hin zuläßt; dann wird heißer Leim in dasselbe gegossen und über seine ganze innere Oberfläche möglichst gleichförmig vertheilt. Hierauf wird durch das Spundloch eine Röhre eingeführt und mittelst derselben so viel Luft eingepreßt, daß ein Druck von etwa 20 Pfund per Quadratzoll erzeugt wird; dadurch wird der Leim in jeden Riß und in jede Spalte, selbst in die Poren des Holzes, hineingetrieben; ja der Druck ist sogar so bedeutend, daß öfters der Leim durch die Poren hindurchdringt und auf der Außenfläche des Fasses hervortritt. Nach dieser Behandlung sind die Holzfässer vollkommen dicht und undurchdringlich. (Chemical News, vol. XVI p. 221; October 1867.)

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