Titel: Verfahren zur Entsilberung von Schwarzkupfer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 187/Miszelle 3 (S. 433)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj187/mi187mi05_3

Verfahren zur Entsilberung von Schwarzkupfer.

Die in neuerer Zeit angewandte Methode, Kupfergranalien mit verdünnter Schwefelsäure zu behandeln, hat den Uebelstand, daß als Hauptproduct Kupfervitriol erfolgt, welcher häufig nicht so gut verwerthet werden kann, wie metallisches Kupfer. Man hat deßhalb auf manchen Hüttenwerken zur Erzielung metallischen Kupfers den Proceß so ausgeführt, daß man die Kupfergranalien in einem Flammofen möglichst vollständig calcinirt, daß entstandene Kupferoxyd mahlt und siebt, das Mehl mit Eisenvitriol oder Schwefelkies so stark röstet, daß nur Silbervitriol unzersetzt bleibt, dagegen aller Kupfervitriol zerlegt wird. Da bei diesem Verfahren leicht auch etwas schwefelsaures Silberoxyd sich zerlegt und die nach dem Auslaugen des schwefelsauren Silberoxydes nach Ziervogel gebliebenen Rückstände silberhaltig ausfallen, so werden dieselben, wenn ihr Silbergehalt eine gewisse Grenze übersteigt, noch feucht mit Kochsalz chlorirend geröstet und nach Augustin's Verfahren mit heißer Kochsalzlauge extrahirt. Aus den silberhaltigen Laugen wird das Silber durch Kupfer niedergeschlagen. Die ausgelaugten Rückstände gehen in die trockene Kupferarbeit zurück. – Goldhaltige Schwarzkupfer lassen sich dadurch entgolden, daß man sie granulirt, calcinirt und feinmahlt, siebt und nach Plattner's Methode das Gold durch Chlorgas extrahirt. (Berg- und hüttenmännische Zeitung.)

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