Titel: Ueber das Anzünden von Holzkohlen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1868, Band 187/Miszelle 8 (S. 434–435)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj187/mi187mi05_8

Ueber das Anzünden von Holzkohlen.

Wie sich hinsichtlich der Entzündlichkeit zwischen Kohks und Holzkohlen ein großer Unterschied zu erkennen gibt, so zeigen auch wieder die Holzkohlen unter einander, je nach Abstammung von einem mehr oder weniger harten Holze, die größten Verschiedenheiten. Die lockere Nadelholzkohle entzündet sich weit leichter als die harte Buchenholzkohle. Der klingende Charakter der Kohle dient im Allgemeinen als Kennzeichen ihrer Härte und Schwerentzündlichkeit. Die sogenannte Bäckerkohle ist bekanntlich am leichtesten entzündlich; nächstdem daß sie immer von Nadelholz stammt, trägt dazu noch der Umstand wesentlich bei, daß sie in sehr kurzer Zeit bei einer hohen Temperatur |435| entstand, wodurch sie ausnehmend locker wird; auch die beim gewöhnlichen Holzfeuer des Ofens oder Küchenherdes zurückbleibende Kohle zeichnet sich aus ähnlichen Gründen durch leichte Brennbarkeit aus. Ein Stückchen Bäckerkohle an eine brennende Kerze gehalten, kommt sofort in's Glimmen und entzündet schnell eine größere Menge Kohlen. In Ermangelung von Bäckerkohlen zum Anzünden bringt man ein Feuer mit schwer brennenden Buchenholzkohlen in der gewöhnlichen Kohlenpfanne sehr schnell zu Wege, wenn man die untersten Kohlenstücke vorher mit Spiritus begießt und durchtränkt; man reicht mit ganz wenig davon aus. Im Zeitraum einer Minute, zumal wenn ein etwa 1 Fuß hohes Blechrohr auf der Kohlenpfanne steht, gelangt deren ganzer Inhalt in's Glühen. (Badische Gewerbezeitung, 1867 S. 197.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: